Begleitende Therapien

Zur positiven Beeinflussung von Schmerzen und Störungen wenden wir eine Vielzahl begleitender Therapien an, die unsere generelle Behandlung unterstützen, jedoch nicht als eigenständige Therapie herangezogen werden können.

Wärme fördert die Durchblutung und hilft Muskeln zu entspannen, wodurch Schmerzen in vielen Fällen gelindert werden können. Je nach Ursache und Art der Beschwerden wenden wir an schmerzenden Körperstellen verschiedene Mittel zur Wärmezufuhr an.

Fangopackungen sind eine Form der Wärmetherapie. Die Therapiemaßnahme wirkt schmerzlindernd und dringt bis zu 2 cm tief ins Gewebe ein.

Die Wärmetherapie mit speziellen Rotlichtstrahlern wirkt ebenfalls schmerzlindernd und dringt bis max. 0,8 cm tief ins Gewebe.

Dies heiße Rolle ist ein altes Hausmittel in Form eines straff trichterförmig aufgerollten Handtuchs, das mit kochendem Wasser (200 ml) gefüllt wird, mit welchem das schmerzende Areal betupft wird. Auf diese Weise kommt es zu einem Wechsel zwischen Hitze und normaler Temperatur. Die Gefäße der Haut und des Unterhautgewebes weiten sich dabei und ziehen sich wieder zusammen. Dieser Auspumpeffekt führt dazu, dass alle Stoffe vermehrt aus dem Gewebe abtransportiert werden.

In der Kältetherapie verwenden wir Kühlpacks oder Eislollies um Schmerzen zu stillen. Die Kälte hemmt zudem Entzündungen im Gewebe.

Bei dieser Therapie nutzen wir die unterschiedlichen Frequenzen und Wirkungen elektromagnetischer Wellen um Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu verbessern, den Stoffwechsel anzuregen, Muskelverspannungen zu lösen, Muskeln zu kräftigen und die Wundheilung zu verbessern.

Mittels Ultraschallwellen setzen wir einen gezielten mechanischen Reiz zwischen Knochen und Weichteil. Dadurch wird der Stoffwechsel in der gestörten Region angeregt – abgelagerte Teilchen werden ins Gewebe verfrachtet und dann idealerweise über die Blutbahn abtransportiert. Dies führt zu einer verbesserten Wundheilung und Linderung von Schmerzen. Ultraschall wird klassischerweise bei Epicondylitis radialis (Tennisellenbogen), Muskelverletzungen oder Hämatomen angewendet.

Der Schlingentisch ist ein Therapiegerät, bei dem ein Gitter oberhalb der Behandlungsliege befestigt ist. An diesem Gitter sind Schlingen, Schnüre und Flaschenzüge befestigt, in die der Patient seine Gliedmaßen einhängt. Der Patient kann nun je nach Bedarf an erkrankten Körperregionen oder auch komplett hochgezogen werden. In der Schlinge kann der Körper oder die betroffene Region ohne Schwerkraft gezielt bewegt werden. Dies führt zu einer Entlastung im Gelenk und Entspannung der umliegenden Muskeln. Schmerzen werden somit gelindert.

Über die Stimulation der Hautrezeptoren können wir Einfluss auf das Zusammenspiel von Muskeltonus, Gelenken, Bändern und Nerven nehmen. Dazu verwenden wir sogenanntes Kinesio-Tape, welches aus einer wellenförmigen Acrylbeschichtung besteht, deren Elastizität vergleichbar mit der eines Muskels ist. Durch das Kinesio-Tape werden Haut und Gewebe angehoben. Es entsteht mehr Raum im zu beeinflussenden Gewebe. Auf diese Weise nimmt das elastische Kinesio-Tape Einfluss auf die Propriozeption (und somit auf die Muskulatur) ohne die Beweglichkeit des Gelenkes einzuschränken. Schon durch alltägliche Bewegung und damit auch die Bewegung des Tapes auf der Haut wird die Durchblutung verbessert, die wiederum den Heilungsprozess anregt.

Das Kinesio-Tape enthält keine Wirkstoffe. Die Wirkung erfolgt rein über die spezielle Anlagetechnik. Gleichzeitig hält es verschiedensten Belastungen wie Duschen, Arbeiten, Schwimmen und Sport stand. Das Kinesio-Tape sollte mehrere Tage auf der Haut bleiben.

Über Traktion werden die Knorpelflächen eines Gelenks auseinandergezogen. Druck wird gemindert, das Gelenk entlastet. Die Traktion kann auch bei akuten Rückenbeschwerden genutzt werden, um den Nerven wieder Platz zu machen. Der Nerv wird wieder normal durchblutet und die Schmerzen verringert.

Bei der Kompression üben wir gezielt Druck auf das betroffene Gelenk aus. Dadurch wird eine vermehrte Knorpelernährung und vermehrte Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt, welche die Regeneration fördern.